Trailnews April 2023

von | 3. Mai 2023 | Trailnews

Endlich ist der Frühling da und mit ihm eine so hohe Wettkampfdichte, dass man gar nicht weiß, wohin man zuerst schauen soll. Frühjahrsklassiker und neue Strecken, Wüsten- und Mittelgebirgslauf, nah und fern, es ist wieder alles dabei.

Wettkämpfe

Europa

Reventón El Paso, 08.04.2023 (Spanien)

Die elfte Ausgabe des Reventón Trails führte gleich zwei neue Strecken ein: Zu den vier etablierten Distanzen kamen noch der Ultra mit 67 km und der Starter mit 8 km hinzu. Der Ultra war dieses Jahr auch die spanische Meisterschaft im Ultratrail. Azara García de los Salmones und Aritz Egea führten das Rennen jeweils von Beginn an, holten sich den Meistertitel und damit auch ihr Ticket für die WM in Innbruck. Beim Marathon waren die ersten Plätze ebenfalls eine klare Sache. Insgesamt gingen fast 1.800 Läufer*innen an den Start.

Ultra Trail Cumbre Vieja (67 km, +3.941 Hm)

Männer:
1. Aritz Egea (06:25:09 h)
2. Borja Fernández (06:44:44 h)
3. Ricardo Cherta (06:46:35 h)

Frauen:
1. Azara García de los Salmones (07:12:14 h)
2. Gemma Arenas (07:30:03 h)
3. Rosa María Lara (07:33:48 h)

Maratón (42 km, +2.487 Hm)

Frauen:
1. Ainara Urrutia (04:11:31 h)
2. Raquel Hernández (05:52:14 h)
3. Libertad Rivero (06:09:39 h)

Männer:
1. Jose Angel Fernandez Jimenez (03:28:28 h)
2. Yoel de Paz Baeza (03:32:42 h)
3. Javier Sosa (04:07:43 h)

Classic (32 km, +1.475 Hm)

Männer:
1. Santiago Castellano (02:29:01 h)
2. Raúl Diaz Diaz (02:31:53 h)
3. Evaristo Almeida Benítez (02:32:42 h)

Frauen:
1. María Tatiana Mujica González (03:18:20 h)
2. Ana Revilla Boned (03:22:14 h)
3. Kandela Yanes Hernández (03:34:29 h)

Sprint (17,5 km +735 Hm)

Frauen:
1. Moana Lilly Kehres (01:25:23 h)
2. Yennifer Camacho (01:40:50 h)
3. Lucía Cantos (01:42:25 h)

Männer:
1. Adrian Ivars (01:09:54 h)
2. Josep Miret (01:16:28 h)
3. Aday López (01:19:47 h)

Starter (8 km, +385 Hm)

Männer:
1. Edwin Camacho (00:35:27 h)
2. José Luis Hinojosa (00:36:00 h)
3. Aythami Brito (00:36:18 h)

Frauen:
1. María Camacho (00:41:40 h)
2. Janine Schott (00:49:39 h)
3. Arantxa Rodríguez (00:53:46 h)

Subida a las Estrellas (3 km, +607 Hm)

Frauen:
1. María Tatiana Mujica (00:32:56 h)
2. Janine Schott (00:33:46 h)
3. Yahaira Afonso (00:35:31 h)

Männer:
1. Carlos Alberto Rodríguez (00:24:12 h)
2. Marco Rodríguez (00:24:35 h)
3. José Luis Hinojosa (00:26:01 h)

 

Istria 100 by UTMB, 13.-16.04.2023 (Kroatien)

Die wohl größte Schlagzeile bei diesem zehnjährigen Jubiläum in Istrien war, dass Jim Walmsley sich für den UTMB qualifizieren konnte. Als Vierter im letzten Jahr beim UTMB in Chamonix hatte er nämlich keinen Startplatz erhalten (nur die ersten drei Frauen und Männer sind automatisch im Folgejahr dabei, wenn sie denn wollen) und musste sich über einen Top 3-Platz bei einem UTMB World Series-Event noch qualifizieren. Mit „nur“ ca. +6.600 Hm ist der 100 Meiler in Kroatien etwas schneller als der UTMB und Jim bewies mit neuem Streckenrekord, dass das Wintertraining, das er in den französischen Alpen mit mehr Ski- und weniger Laufzeit absolvierte, gut funktioniert hat. UTMB Quali: Check! Das gilt auch für alle anderen, die ihr unten in den Top 3 seht. Der Red war Qualifikationslauf für den UTMB, der Blue für den CCC und der Green für den OCC.
Top 10-Ergebnisse für deutsche Läufer*innen gab es jede Menge: Neben Ida-Sophie Hegemann auf Platz 3 beim Blue kamen beim Green Lena Laukner auf Platz 4 sowie Marin Pfeffer auf Platz 9 und Falk Fischer auf Platz 10 ins Ziel. Beim Yellow liefen Kim Schreiber und Benedikt Hoffmann jeweils auf Platz 4 und Marcel Höche auf Platz 8. Florian Grasel und Gerald Fister aus Österreich überquerten die Ziellinie zusammen auf Platz 6 beim Blue.

Red (168 km, +6.590 Hm)

Männer:
1. Jim Walmsley (17:40:34 h)
2. Arthur Joyeux Bouillon (18:46:54 h)
3. Pavle Kruljac (19:17:49 h)

Frauen:
1. Kimino Miyazaki (23:11:21 h)
2. Mariya Nikolova (25:28:20 h)
3. Stefania Buzincu (26:26:29 h)

Blue (110 km, +3.860 Hm)

Frauen:
1. Sarah Vieuille (11:13:03 h)
2. Paulina Tracz (11:15:07 h)
3. Ida-Sophie Hegemann (11:27:32 h)

Männer:
1. Théo Le Boudec (09:55:43 h)
2. Helio Fumo (09:58:15 h)
3. Martin Halász (10:08:09 h)

 

Green (69 km, +2.220 Hm)

Männer:
1. Stian Angermund (05:19:31 h)
1. Andrzej Witek (05:19:31 h)
3. Andrew Davies (05:37:55 h)

Frauen:
1. Blandine L’Hirondel (05:56:21 h)
2. Anna-Stiina Erkkilä (06:13:15 h)
3. Fabiola Conti (06:18:15 h)

Yellow (42 km, +950 Hm)

Frauen:
1. Eleanor Davis (03:18:31 h)
2. Audrey Tanguy (03:22:30 h)
3. Emily Schmitz (03:23:29 h)

Männer:
1. Andreas Reiterer (02:45:59 h)
2. Simon Gosselin (02:49:14 h)
3. Dário Moitoso (02:54:06 h)

 

White (21 km, +130 Hm)

Männer:
1. Johan Freimann (01:22:46 h)
2. Lorenzo Parodi (01:24:55 h)
3. Maël Bures (01:27:00 h)

Frauen:
1. Rebecca Kone (01:31:52 h)
2. Natalia Mastrota (01:41:02 h)
3. Lena Lupša (01:42:25 h)

 

 

Ultratrail Fränkische Schweiz, 22.04.2023 (Deutschland)

Schon drei Wochen nach Freischaltung der Anmeldung waren die Startplätze für die zweite Ausgabe vergeben, die nun neben dem Ultralauf (66 km, +2.760 Hm) auch einen Speedtrail (33 km, +1.380 Hm) vorsah und Teil der neuen ITRA National League ist. Das Feedback nach der Premiere war bereits überwältigend und mit dieser zweiten Auflage hat sich das Event sicher im nationalen Trailkalender etabliert. Mit Trailexpo, Pastaparty, abwechslungsreicher Strecke und Top-Organisation sollte man diesen Frühjahrslauf einplanen. Wartet nur nicht zu lange mit der Anmeldung…

Die Schnellsten waren:

Ultratrail (66 km, +2.760 Hm)

Männer:
1. Alex Dautel (06:00:33 h)
2. Adrian Niski (06:08:12 h)
3. Markus Brennauer (06:20:14 h)

Frauen:
1. Karola Rennhack (07:36:02 h)
2. Anna Jansen (07:39:10 h)
3. Juliane Hofmann (08:00:22 h)

Speedtrail (33 km, +1.380 Hm)

Frauen:
1. Lisa Hamberger (03:17:48 h)
2. Nadja Fässler (03:34:35 h)
3. Michaela Jilg (03:36:35 h)

Männer:
1. Markus Bergler (02:50:48 h)
2. Sven Starklauf (02:54:26 h)
3. Frank Gatzemeier (03:08:29 h)

 

Penyagolosa Trails, 22.04.2023 (Spanien)

2.100 Läufer*innen starteten bei den diesjährigen Penyagolosa Trails, davon 600 beim CSP (106 km, +5.600 Höhenmeter) und 1.500 beim MIM (60 km, +3.300 Höhenmeter). Drei neue Streckenrekorde wurden aufgestellt: Beim MIM legte José Angel Fernández Jiménez von Beginn an ein rasantes Tempo vor und stellte am Ende den 2011 aufgestellten Rekord ein. Beim CSP lief Mercedes Pila aus Ecuador ab km 40 an der Spitze des Frauenfeldes und sorgte ebenfalls für eine neue Bestzeit. Und aller guten Dinge sind drei: Ben Dhiman aus den USA sagte vor dem Start beim CSP selbstbewusst, er sei gekommen, um mit Streckenrekord zu gewinnen. Gesagt, getan. Er verbesserte die Zeit von Hannes Namberger aus dem letzten Jahr (10:49:46 h) nochmal um ganze 14 Minuten. Hannes war dieses Mal auf der 60 km-Strecke unterwegs und kam auf Platz 8. Hier war es sehr eng an der Spitze, die Top 12 sind innerhalb von nur 30 Minuten ins Ziel gekommen. Bei den Frauen gewann den MIM-Wettbewerb Gemma Arenas, die seit 2016 jedes Jahr dabei ist und stets Erfolge feiert. Rosanna Buchauer musste wegen Magenproblemen aussteigen.

CSP (106 km, +5.600 Höhenmeter)

Frauen:
1. Mercedes Pila Viracocha (13:12:02 h)
2. Camilla Spagnol (13:49:13 h)
3. Jocelyne Pauly (13:56:33 h)

Männer:
1. Ben Dhiman (10:35:48 h)
2. Noel Yannick (10:54:10 h)
3. Hirokazu Nishimura (11:37:51 h)

 

MIM (60 km, +3.300 Höhenmeter)

Männer:
1. José Angel Fernández Jiménez (05:12:54 h)
2. Mario Olmedo Sancha (05:19:47 h)
3. Ionel Cristian Manole (05:27:01 h)

Frauen:
1. Gemma Arenas (06:20:25 h)
2. Sara-Rebekka Faro Linde (06:28:37 h)
3. Kelly Wolf (06:34:49 h)

Madeira Island Ultra-Trail, 22.04.2023 (Portugal)

Fünf verschiedene Distanzen von kurz bis Ultra, alle am selben Tag mit einem gemeinsamen Ziel in Machico, das verspricht dichte Trailstimmung auf der portugiesischen Insel. Nachdem hier im letzten Jahr Courtney Daulwalter und Jim Walmsley für neue Streckenrekorde sorgten, hatten dieses Mal Läufer*innen aus Frankreich die Nase vorn. Auf der längsten Distanz, dem MIUT 115, lief bei den Frauen die Französin Manon Bohard an der Spitze und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Abby Hall aus den USA lag lange auf Platz 2, gefolgt von Lucie Jamsin, auch aus Frankreich. Letztere konnte sich zwischen Curral das Freiras und Pico Ruivo (km 63 bis km 74) auf Platz 2 verbessern, während sich von Platz 5 aus die Schweizerin Luzia Buehler kontinuierlich vorarbeitete, um schließlich sogar noch Lucie Jamsin zu überholen. Für Manon Bohard war es bislang neben dem Sieg beim TDS 2021 sicher der größte Erfolg. Im Juni wird sie bei der WM für Frankreich starten. Bei den Männern lag lange Zeit eine Vierergruppe vorne, mit nur wenigen Minuten Abstand untereinander: Petter Engdahl aus Schweden, die Franzosen Lambert Santelli und Benoit Girondel sowie Luís Fernandes von Madeira. Engdahl stieg ungefähr in der Hälfte des Rennens aus. Ein weiterer Franzose, Hugo Deck, lief derweil vor auf Platz 2, musste dann aber auch aufhören. Die drei aus der anfänglichen Führungsgruppe bildeten letztlich das Podium.

MIUT 115 (115 km, +7.100 Höhenmeter)

Frauen:
1. Manon Bohard (15:48:58 h)
2. Luzia Buehler (16:40:11 h)
3. Lucie Jamsin (16:47:56 h)

Männer:
1. Lambert Santelli (14:01:26 h)
2. Benoit Girondel (14:13:38 h)
3. Luís Fernandes (14:23:42 h)

 

MIUT 85 (85 km, +4.700 Höhenmeter)

Männer:
1. Thibaut Garrivier (08:59:39 h)
2. Anthony Costa (09:52:52 h)
3. Michael Dunstan (10:04:48 h)

Frauen:
1. Audrey Virgilio (11:31:42 h)
2. Anais Macian (11:39:22 h)
3. Anne Bidalun (12:07:09 h)

MIUT 60 (60 km, +3.100 Höhenmeter)

Frauen:
1. Lucie Bidault (07:02:37 h)
2. Marie Luise Mühlhuber (07:07:02 h)
3. Elisabetta Negra (07:20:27 h)

Männer:
1. Thomas Macecek (05:56:30 h)
2. Noel Giordano (06:10:22 h)
3. Oleg Ponomarev (06:25:24 h)

 

MIUT 42 (42 km, +1.700 Höhenmeter)

Männer:
1. Tiago Vieira (03:26:58 h)
2. Dylan Ribeiro (03:34:28 h)
3. Roberto Baião (03:42:09 h)

Frauen:
1. Vera Bernardo (04:19:46 h)
2. Beatriz Alves (04:21:52 h)
3. Sara Pedrosa (04:36:26 h)

MIUT 16 (16 km, +390 Höhenmeter)

Frauen:
1. Bárbara Correia (01:29:24 h)
2. Dana Honzakova (01:30:08 h)
3. Susana Nóbrega (01:37:23 h)

Männer:
1. Jules Delabelle (01:05:28 h)
2. Alexandre Veríssimo (01:12:09 h)
3. Humberto Gomez (01:13:04 h)

 

Amerika

Canyons Endurance Runs by UTMB, 28.-29.04.2023 (USA)

Das diesjährige Event hielt ein paar Premieren bereit. Zum ersten Mal gab es eine 100 Meilen-Strecke. Die Streckenführung für den 100k wurde geändert und ist nun eine Runde und kein Punkt zu Punkt-Rennen mehr. Und erstmalig wurde hier das Major-Event der UTMB World Series für Amerika ausgetragen, was doppelte Anzahl von Running Stones für die Finisher, direkte Qualifizierung für Chamonix für die ersten zehn Frauen und Männer sowie für die Gewinner*innen der Altersklassen bedeutet. Golden Tickets für den Western States gab es auch zu holen, aber das ist keine Neuerung. Beim Blick auf die Ergebnisliste des 100k fallen die Platzierungen der Frauen sofort ins Auge: Drei Frauen landeten in den Gesamt-Top 10 und acht in den Gesamt-Top 20. Und das lag nicht daran, dass keine schnellen Männer dabei waren. Bei diesen gab es immer wieder Wechsel an der Spitze, der spätere Sieger Cole Watson lief erst ab der Hälfte vor auf eine Podiumsplatzierung und führte dann die letzten 22 km. Auch der Zweit- und Drittplatzierte arbeiteten sich konstant nach vorne. Bei den Frauen wollte Ida Nilsson unbedingt ein Golden Ticket ergattern und schaffte es nach einem fünften Platz beim Black Canyon im Februar nun auch. Sie gewann mit neun Minuten Vorsprung und landete auf Platz 6 im Scratch. Beim 100 Meilen-Lauf schafften es Mathieu Clément und Canhua Luo nicht, sich gegenseitig abzuschütteln. Am Ende sprintete Mathieu und riss als Erster das Zielband hoch, doch mit gleicher Zielzeit werden beide als gemeinsame Erstplatzierte geführt. Bei den Frauen war die Sache eindeutiger und die Platzierungen zeichneten sich während des Laufs doch deutlich ab. Es gab auch noch einen 50k- und 25k-Wettbewerb in der kalifornischen Sonne.

100 Meilen (161 km, +5.181 Hm)

Männer:
1. Mathieu Clément (17:05:16 h)
1. Canhua Luo (17:05:16 h)
3. Canyon Woodward (17:46:05 h)

Frauen:
1. Alyssa Clark (20:13:21 h)
2. Alexis Crellin (20:55:06 h)
3. Annie Hughes (21:26:05 h)

100k (100 km, +3.200 Hm)

Frauen:
1. Ida Nilsson (09:51:07 h)
2. Priscilla Forgie (10:00:20 h)
3. Aroa Sio (10:11:43 h)

Männer:
1. Cole Watson (08:34:38 h)
2. Adam Merry (08:50:40 h)
3. Justin Grunewald (08:53:30 h)

 

50k (50 km, +1.706 Hm)

Männer:
1. Hayden Hawkes (03:32:11 h)
2. Jeshurun E Small (03:34:47)
3. Eric Lipuma (03:45:30 h)

Frauen:
1. Heather Jackson (04:09:36 h)
2. Caitriona Jennings (04:17:47 h)
3. Emkay Sullivan (04:17:50 h)

25k (25 km, +853 Hm)

Frauen:
1. Alexandra Harriss (01:52:45 h)
2. Kenzie Macphail (01:55:10 h)
3. Ashley Hawks (01:56:45 h)

Männer:
1. Drew Macomber (01:32:36 h)
2. Will Fuchs (01:33:27 h)
3. Ezequiel Alexis Pauluzak (01:36:36 h)

 

Afrika

Marathon des Sables, 23.-28.04.2023 (Marokko)

Es ist der Wüsten-Etappenlauf schlechthin. 250 km durch die Wüste in sechs Etappen, die Läufer*innen müssen ihre komplette Ausrüstung inklusive Essen selbst transportieren und bekommen nur die Zelte und Wasser gestellt. 1.150 Teilnehmer*innen waren bei der diesjährigen 37. Ausgabe dabei und stellten sich mit Temperaturen bis 40° C und heftigem Wind extremen Bedingungen. Auf der längsten Etappe waren immerhin 90 km zu bewältigen. Während es auf den Podestplätzen zu Beginn nach einer eindeutigen Sache aussah, wurde dann doch plötzlich einiges durcheinandergewirbelt. Bei den Männern sah es bis zur vierten und längsten Etappe nach einem Dreikampf zwischen dem neunmaligen Gewinner Rachid El Morabity, seinem Bruder Mohamed und Aziz Yachou, alle aus Marokko, aus. Mohamed lag mit ca. drei Minuten vorne, Rachid auf Platz 2 mit einer Minute Abstand auf Aziz. Mathieu Blanchard aus Frankreich hatte bereits 42 Minuten Abstand auf Platz 4. Nach Etappe 4, die Rachid nur 19 Sekunden nach seinem Bruder beendete, erhielt er jedoch eine Zeitstrafe von drei Stunden wegen unerlaubter externer Hilfe. Bei der Materialkontrolle vor der Etappe sei in seinem Rucksack etwas gefunden worden, was er zu Beginn nicht bei sich gehabt hätte, es könne also nur von einer externen Person stammen. Rachid verkündete danach seinen Ausstieg aus dem Lauf, er sei zu unrecht bestraft worden. Ob wir jemals erfahren werden, was wirklich passiert ist? Mathieu Blanchard rutschte somit jedenfalls auf Platz 3 vor und behielt diesen auch. Bei den Frauen lag Ragna Debats aus den Niederlanden nach der dritten Etappe mit fast 39 Minuten Vorsprung auf Platz 1, gefolgt von der Französin Maryline Nakache und Aziza El Amrany aus Marokko. Auf der vierten Etappe bekam Ragna Schwierigkeiten und brauchte fast 10 Stunden länger als Aziza und Maryline. Respekt, dass sie es trotz aller Widrigkeiten durchzog bis zum Schluss, Platz 8 war es für sie am Ende.

Die Podiumsplätze gingen an:

Männer
1. Mohamed El Morabity (19:19:54 h)
2. Aziz Yachou (19:29:09 h)
3. Mathieu Blanchard (21:21:27 h)

Frauen
1. Maryline Nakache (27:02:17 h)
2. Aziza El Amrany (27:53:37 h)
3. Tomomi Bitoh (29:39:51 h)

Alle Ergebnisse gibt es hier.

Foto: Cimbaly/DAVIDGONTHIER@MDS2023

Kurznachrichten

Golden Trail World Series auf Eurosport

Trailrunning im Fernsehen? Ja, die GTWS wird dieses Jahr erstmalig auf Eurosport gezeigt. Vier Rennen (Mont Blanc-Marathon, Sierre-Zinal sowie die Rennen der Frauen und Männer beim Finale in Italien) werden für zwei Stunden live übertragen. 23-minütige Zusammenfassungen werden von den anderen Läufen jeweils eine Woche nach den Events gezeigt. Die GTWS hat in den letzten Jahren bereits einiges in Übertragung und Kommunikation investiert und ein Format entwickelt, das nun den Weg ins Fernsehen findet.

Neue UTMB-Regelungen für Eltern

UTMB wurde oft wegen der quasi nicht vorhandenen Familienpolitik kritisiert. Nun wurden endlich Regelungen veröffentlicht, die (werdenden) Eltern mehr Flexibilität beim Antritt von Startplätzen verschafft. Mit der Beratung der Pro Trail Runners Association und von Sophie Power, Gründerin von SheRACES, wurden diese neuen Regelungen erarbeitet: https://utmb.world/inclusion.

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